Glückliche Kinderaugen im Gärtnerplatztheater – „Karneval der Tiere“ mit Unterstützung des Freundeskreises
von Peter Breun-Goerke
Am 22. Oktober besuchten rund 200 Kinder der 1. und 2. Klassen des kooperativen Ganztags an der Grundschule an der Rockefellerstraße eine Vorstellung von „Der Karneval der Tiere“ im Staatstheater am Gärtnerplatz.
Theaterbesuch ermöglicht durch Spende des Freundeskreises
Möglich geworden ist dieser Theaterbesuch unter anderem durch eine Spende des Freundeskreises Gärtnerplatztheater. Am 21. Juli hatten wir der ETC GmbH, die den kooperativen Ganztag an der Grundschule betreut, eine Spende in Höhe von 2.000 Euro übergeben.
Damit konnte eine Finanzierungslücke geschlossen werden, sodass schließlich alle rund 450 Kinder der Schule die Möglichkeit bekamen, gemeinsam mit ihren Lehrkräften eine Schulvorstellung im Gärtnerplatztheater zu besuchen.
Ungewohnte Töne im Theaterfoyer
Schon bei der Ankunft im Foyer des Theaters war die Aufregung über den bevorstehenden Theaterbesuch deutlich zu spüren. Für das Staatstheater am Gärtnerplatz waren es an diesem Vormittag eher ungewohnte Töne: die aufgeregten Stimmen von mehr als 400 Kindern aus den ersten und zweiten Klassen, viele Gespräche darüber, was es im Theater alles zu entdecken gibt – und überall staunende Kinderaugen.
Dabei nahmen die jungen Besucherinnen und Besucher die vielen Details des Theaters sehr genau unter die Lupe.
Der Karneval der Tiere
In „Der Karneval der Tiere“ feiern die Tiere im Urwald Karneval. Alle sind gekommen: Löwen, Elefanten, Schildkröten und Kängurus, aber auch Esel, Hühner, Fische und natürlich der wunderschöne Schwan. Es wird musiziert, getanzt und es werden zahlreiche Kunststücke aufgeführt.
Die Musik stammt von Camille Saint-Saëns, die Texte von Loriot. Die berühmte Suite besteht aus 14 kurzen Sätzen. Zu hören sind unter anderem Xylophon, Glockenspiel, Flöte, Klavier und Streichinstrumente.
Erzählt wurde die Geschichte auf der Bühne von Marina Blanke, die vielen Kindern als „Checkerin Marina“ aus der KiKA-Checkerwelt bekannt ist. Sie schlüpft in die Rolle von Matilda Eichhorn, die für den „Waldboten“ über den Karneval der Tiere berichtet und davon träumt, mit ihrer Geschichte zum Megastar zu werden.
Immer wenn Matilda den Auftritt eines neuen Tieres ankündigt, setzt das Orchester unter der Leitung von Oleg Ptashnikov ein. Gleichzeitig erscheinen hinter dem Orchester raumhohe Videobilder der jeweiligen Tiere.
Begeisterte Reaktionen während der Vorstellung
Wie sehr die Kinder mitgingen, zeigte sich schon in der ersten Reihe: Drei Jungs halfen dort tatkräftig beim Dirigieren, während die übrigen Kinder aufmerksam der Musik folgten und die großen Bilder auf der Bühne bestaunten.
Besonders groß war die Aufregung, als eine Schar Hühner in einer großen Pyramide erschien und der Hahn als Napoleon deren Spitze bildete.
Auch das Schildkrötenballett kam mit seiner Musik und den Bildern so gut an, dass Oleg Ptashnikov die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer kurz mit den Händen zur Ruhe mahnen musste. Den außergewöhnlich schönen Teil belohnten die Kinder anschließend mit viel Beifall.
Beim Auszug der Tiere dirigierte Oleg Ptashnikov schließlich mit einer Feder. Am Ende übergab er sie Matilda, die anschließend gemeinsam mit ihm das Orchester dirigieren durfte.
Spätestens nach der Zugabe war das Urteil des jungen Publikums eindeutig: Lautstarke Rufe, Jubel und Freudenschreie machten deutlich, dass ihnen die Vorstellung – um es mit ihren eigenen Worten zu sagen – „mega“ gefallen hatte.